Warum bei uns Gemüse auf den Teller kommt, das erst eine Woche alt ist
Die meisten reden über Gemüse, wenn es ausgewachsen ist. Wir fangen früher an. Viel früher.
Klein, aber kraftvoll
Ein Teil von dem, was bei uns auf dem Teller landet, ist gerade mal eine Woche alt – Microgreens, die jungen Keimblätter von Radieschen, Erbse, Kohlrabi, Frühlingszwiebel. Winzig, ja. Aber in diesen ersten Blättchen steckt die geballte Kraft der ganzen Pflanze: intensiver im Geschmack als das ausgewachsene Gemüse, oft nährstoffreicher, und farblich etwas, das einem Teller eine Frische gibt, die man mit Großware schlicht nicht hinbekommt. Ein paar davon auf dem Gericht, und es lebt.

Ein paar Minuten von hier
Die kommen nicht aus irgendeiner Großgärtnerei, sondern von der Mikrofarm gleich hier in Gräfelfing – ein paar Minuten entfernt, auf dem Gelände einer alten Gärtnerei. Klein, wie der Name sagt: rund zweitausend Quadratmeter, von Hand bewirtschaftet, ohne Chemie, ohne schwere Maschinen. Regenerative Landwirtschaft nennt sich das – sie laugen den Boden nicht aus, sie geben ihm zurück, was er braucht. Kein Pflügen, die Wurzeln bleiben bei der Ernte in der Erde, gedüngt wird mit Kompost. Der Boden soll lebendiger aus der Saison gehen, als er reingekommen ist.
Und sie hören bei den Microgreens nicht auf. Auf denselben Beeten wachsen seltene und alte Gemüsesorten, die kaum noch jemand kennt – in Farben und Formen, die im Supermarkt längst ausgestorben sind. Geerntet wird erntefrisch im Wortsinn: Woche für Woche nur das, was tatsächlich gebraucht wird. Frischer geht’s nur mit eigener Schaufel.
So jung, dass es fast noch wächst
Das ist für uns der Kern von „regional“. Nicht das Wort auf der Karte, sondern jemand, den man kennt, dessen Feld man zu Fuß erreicht, und dessen Grünzeug am selben Tag in unserer Küche liegt – so jung, dass es fast noch wächst.
Riviera Food Connection – gute Verbindungen stehen bei uns im Namen. Manche reichen ein paar hundert Kilometer an die Küste. Und manche sind ein paar Minuten mit dem Rad.



